Fahrenheit 451 : Roman

Bradbury, Ray, 2020
Öffentliche Bücherei Pfaffenhofen
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Medienart Buch
ISBN 978-3-257-07140-5
Verfasser Bradbury, Ray Wikipedia
Beteiligte Personen Torberg, Peter Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen, Novellen
Verlag Diogenes
Ort Zürich
Jahr 2020
Umfang 270 S.
Altersbeschränkung keine
Auflage vom Autor überarb. Ausg.
Sprache deutsch
Verfasserangabe Ray Bradbury. Aus dem Amerikan. von Peter Torberg
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Michael Wildauer;
Die aktuelle Version des großen Klassikers. (DR)
"Fahrenheit 451" ist seit Jahrzehnten ein Klassiker der englischsprachigen Literatur. Verfilmt von François Truffaut 1966 mit Oskar Werner und 2018 neu adaptiert, ist die Geschichte seit dem Erscheinen des Romans im Jahre 1953 allseits bekannt und auf jeder zweiten Matura-Leseliste seit Jahrzehnten zu finden. Es geht um den 30-jährigen Feuerwehrmann Guy Montag, der Bücher verbrennt, wo immer er sie findet, weil sie zu gesellschaftsfeindlichem selbstständigen Denken verführen. Erstmals auf Deutsch erschien das Werk 1955. Nun, 2020, wurde die vom Autor überarbeitete Jubiläumsausgabe von 2003 von Peter Torberg neu übersetzt, zu Bradburys 100. Geburtstag.
Steht im Original "with this great python spitting its venomous kerosene upon the world", übersetzte Fritz Güttinger "die Mündung dieser mächtigen Schlange, die ihr giftiges Kerosin in die Welt hinaus spie". Dachte er, dass man im deutschsprachigen Raum keine Python kennt? Oder war es ihm peinlich, dass eine Riesenschlange, die ungiftig ist, hier Gift verspritzt? Torberg übersetzt "diese große Python, die ihr giftiges Kerosin verspritzte", wortwörtlich wie mit dem Google-Übersetzer, und ist dadurch näher am Text. Wörter wie "spie" sind nicht mehr zeitgemäß, Deutsch hat sich wesentlich stärker gewandelt als Englisch, und während man problemlos das Original lesen kann, wirkt die alte Übersetzung oft antiquiert. Soll man Shakespeare in der Uraltübersetzung von Ludwig Tieck lesen, um stets daran erinnert zu werden, dass das ein sehr alter Text ist, oder kann man der lesbareren Version von Erich Fried den Vorzug geben? Bei Bradbury stellt sich diese Frage nicht, der Text wirkt im Original nicht veraltet, und so kann man in jedem Fall die Neuübersetzung empfehlen.

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