Der Baum der Erinnerung

Teckentrup, Britta, 2013
Öffentliche Bücherei Pfaffenhofen
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Medienart Buch
ISBN 978-3-8458-0184-1
Verfasser Teckentrup, Britta Wikipedia
Systematik JB - Bilderbücher
Schlagworte Bilderbuch, Tod, Trauerarbeit
Verlag Ars Edition
Ort München
Jahr 2013
Umfang [13] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Britta Teckentrup
Illustrationsang zahlr. Ill.
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Ines-Bianca Vogdt;
Annotation: Ein Traum von Trauer
Rezension: Ein Traum der Künstlerin von Trauer und neuem Leben: Im sanften Nachtblau des Einbandes glühen Goldorangen im dunklen Laub, darunter schaut den Betrachter ein Fuchs in possierlicher Haltung aus großen unschuldigen Augen an. Hier trifft Teckentrup nicht gerade den Charakter eines wilden Tieres, doch darum geht es auf den nun folgenden Seiten auch gerade nicht. Frei in der Seiteneinteilung entsteht ein Reigen von großen und kleineren Textblöcken und verhalten bunten Linolschnitten. Mal zeigen sie einen friedlichen Winterwald, mal ein ungezwungenes Miteinander der verschiedensten Tiere. Von Maus bis Bär sind sie alle Freunde des Fuchses gewesen, der auf einer Lichtung friedlich verstorben ist. Während sie sich an die vielen Spiele mit dem Freund erinnern und selbst der Hase gerne an das Fangenspielen denkt, sprießt ein fuchspelzfarbenes Pflänzchen aus seinem Grab. Die Erinnerung der Freunde lässt es zum Baum heranwachsen, höher und höher, über Wald und Winter hinaus. Schließlich wird er zu einer neuen Heimat für die Gefährten und ihre Nachkommen. Teckentrup hat ein schönes Bild dafür gefunden, wie gemeinsame Trauer den Schmerz überwinden kann und dem Verstorbenen Gegenwart und Wirksamkeit gegeben werden. Die feine Drucktype und die transparenten Farbflächen betonen den meditativen Charakter des Prozesses. Dass die Tierchen lieb und niedlich ausfallen, trübt die Freude an dem schönen Gedanken durchaus nicht.

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Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Eines der schönsten und vielsagendsten Bilderbücher, das über das Sterben, den Tod und die Erinnerung geschrieben und illustriert worden ist. Ein glücklicher, alter Fuchs bereitet sich auf den Tod vor, legt sich auf seinen Lieblingsplatz in den Schnee und schläft für immer ein. Die Tiere des Waldes, seine Freunde kommen, um sich von ihm zu verabschieden. Schweigen und Trauer breiten sich aus, eine Stille und Andacht, die in dem leisen Text, aber auch in den ruhigen, von warmen Farben und einfachen Figuren getragenen Bildern spürbar und nachvollziehbar wird. Die Eule, der Vogel der Weisheit, ist es, die das Schweigen bricht und sich dann gemeinsam mit allen Tieren an die vielen schönen Erlebnisse mit dem Fuchs erinnert. In der Erinnerung wird allen etwas wärmer ums Herz und schließlich wächst sogar ein kleiner Baum an dem Ort, an dem der Fuchs sich zur Ruhe gelegt hat. Gleichzeitig mit dem Wachsen und Gedeihen des Baumes werden auch die Erinnerungen an den Fuchs immer schöner und tiefer und die Trauer der Tiere verwandelt sich in Dankbarkeit und Freude. Der Baum der Erinnerung schenkt ihnen Raum, Schutz und Leben und lässt den Fuchs in ihren Herzen weiterleben. Eine schönere Hommage an einen wertvollen Menschen kann es nicht geben!

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Auf ungewöhnliche Weise wird diese Geschichte mit einem Ende begonnen. Auf den ersten beiden Doppelseiten wird ein Fuchs eingeführt, der sich nach einem langen Leben zum Sterben in den Wald legt. Nach und nach versammeln sich die Waldbewohner und teilen ihre gemeinsamen Erlebnisse, sodass an dieser Stelle ein Baum der Erinnerung in der Fellfarbe des Fuchses wächst. Ein wichtiges Buch, das eine sehr ehrliche und stille Herangehensweise an ein schwieriges Thema wagt und dabei einen authentischen Umgang der Hinterbliebenen mit dem Tod zeigt. Es besticht durch die schlichten Illustrationen, die eine ernste aber dennoch schöne Stimmung evozieren. Eine zeitlose Auseinandersetzung mit dem Topos Tod, die den Prozess des Erinnerns miteinschließt und der Schwere des Themas einen hoffnungsvollen Aspekt beifügt.
*Katharina Portugal / STUBE*

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