Versteckte Jahre : der Mann, der meinen Großvater rettete

Goldenberg, Anna, 2018
Öffentliche Bücherei Pfaffenhofen
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Medienart Buch
ISBN 978-3-552-05906-1
Verfasser Goldenberg, Anna Wikipedia
Systematik DR - Romane, Erzählungen, Novellen
Schlagworte Wien, Nationalsozialismus, Judenverfolgung
Verlag Paul Zsolnay
Ort Wien
Jahr 2018
Umfang 186 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Anna Goldenberg
Illustrationsang Ill.
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Maria Schmuckermair;
Eine junge Frau recherchiert die Geschichte ihrer Großeltern, die mit Glück und dank der Hilfe unerschrockener Mitmenschen den Holocaust überlebt haben. (BO)
Die Aufzeichnungen des Großvaters Hansi, stundenlange Gespräche mit der rüstigen Großmutter Helga und umfangreiche Recherchen führten die die Autorin nicht nur in diverse Archive, sondern auch nach Theresienstadt und New York. Sie sind die Grundlage der sehr sachlich notierten, aber inhaltlich ungemein aufwühlenden Reportage über das Schicksal zweier Menschen aus Wien, die die systematische Judenverfolgung und -tötung in der Nazizeit überlebt haben. Hansi Bustin, dessen jüdische Eltern in Wien ein Möbelgeschäft führten, bis die Repressalien immer ärger wurden, konnte sich nach der Hauptschule in den ersten Kriegsjahren noch mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durchbringen. Als die Familie Bustin im September 1942 die gefürchtete behördliche Aufforderung erhält, sich in einem Sammellager einzufinden, taucht Hansi unter. Wie etwa tausend andere ÖsterreicherInnen kann er als U-Boot in Wien überleben, weil ihn der unverheiratete, mit der Familie befreundete Kinderarzt Dr. Josef Feldner, genannt Pepi, in seiner Wohnung aufnimmt. Die beiden Männer, in ihrem frechen Wagemut Seelenverwandte, bleiben ihr Leben lang Freunde. Die Großmutter Helga, damals noch ein Kind, hat mit ihrer tapferen Mutter Hertha Theresienstadt überlebt. Als sich die von einem ähnlichen Schicksal geprüften jungen Medizinstudenten Helga und Hansi nach dem Krieg kennenlernen, praktizieren sie in den 1950er Jahren eine Zeit lang im Poughkeepsie-Krankenhaus in den USA, kehren aber nach Wien zurück.
Ein lesenswertes, wichtiges Dokument, das dem Bild des unfassbaren Unrechtssystems einerseits und der bewundernswerten Haltung mancher Menschen darin andererseits ein anschauliches, wertvolles Puzzlestück hinzufügt. Empfehlenswert!

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